Buchrezension

Wilde Pfade von Raoul Weber

Buchrezension Wilde Pfade

„Wilde Pfade“ – Ein Buch, dass absolut in diese wilden Zeiten passt! Ein Buch, das gerade zur rechten Zeit in mein Leben gefunden und meinen Blick auf das Leben verändert hat! Wie – und warum auch jeder Nicht-Hundehalter etwas aus dem Buch ziehen kann, dass erfährst du jetzt. Los geht’s!

Viele von euch wissen, dass ich vor einigen Wochen ein Volontariat in einem Tierauffanglager im Süden gemacht habe. Das Leben dort ist ein ganz anderes – und die Welt hat sich mir von einer ganz anderen Seite gezeigt. Das hat mich zum Nachdenken gebracht – und gleichzeitig erschien mir nach meiner Rückkehr nach Hause alles plötzlich so sinnlos! Ich konnte die Wachstums- und Leistungsgesellschaft in der wir leben, nicht mehr ertragen. Diese Gesellschaft, die Tiere – nicht nur Hunde – nicht mehr wertschätzt. Ein System, dass die Natur nicht mehr fragt und einfach von ihr nimmt.

Dann habe ich „Wilde Pfade“ gelesen und erkannt, dass es noch Menschen gibt, die sich mit der Natur verbinden. Menschen, wie Hundepsychologe & Wildnispädagoge Raoul Weber, der uns in seinem Buch – erschienen im Kosmos Verlag – dazu aufruft, uns mit unserem naturgegebenen Instinkt, unserer Intuition, zu verbinden:

„Natur ist unsere Heimat. Und die unseres Hundes. Ich denke, es ist an der Zeit, nach Hause zu kommen. Unser Hund kennt den Weg – folgen wir ihm.“

Raoul Weber

Bevor ich einige Worte zum Buch „Wilde Pfade: Mit der Kraft der Natur zu einer neuen Mensch-Hund-Beziehung“* verliere, möchte ich mit dir einen Blick auf das Inhaltsverzeichnis werfen.

Wovon handelt „Wilde Pfade“?

Wie bereits erwähnt, ruft Raoul Weber in seinem Buch dazu auf, sich mit seiner Intuition zu verbinden. Wie lange ich schon nicht mehr auf diese gehört hatte, dass wurde mir erst beim Lesen dieses Buches bewusst! Unsere Intuition ist uralt und entstand zu einer Zeit, in der unser Sprachzentrum noch gar nicht entwickelt war. Das ist auch der Grund, warum sie nicht im Denken, sondern in Gefühlen oder Ahnungen zu uns spricht. Das Dumme ist aber, dass die meisten von uns sich mit Ihren Gedanken identifizieren und sich nicht mehr trauen, auf Ihr Bauchgefühl zu hören.

Warum das nicht immer gut ist, dass bespricht Raoul Weber unter anderem in „Wilde Pfade“*. Doch unsere Intuition ist natürlich nicht das Einzige, was im Buch angesprochen wird. Auf 176 Seiten werden folgende Themen besprochen:

  • Bevor wir uns auf den Weg machen
  • Ausgewildert
  • Ein ziemlich gutes Team – von Natur aus
  • Ötzis Hund
  • Brücken schlagen
  • Wildnis – gibt es die überhaupt noch?
  • Sich mit der Natur verbinden
  • Was die Natur alles zu bieten hat (u.a. Willkommen im Hier und Jetzt)
  • Unsere innere Stimme – die Intuition

Dabei hat mich das Buch während der Lektüre immer wieder zum Nachdenken und Reflektieren angeregt. Die kleinen Einblicke in unsere Menschheitsgeschichte fand ich spannend und zuweilen sehr unterhaltsam (u.a. Die Raben sind die Augen der Wölfe und die Erzählung, wie der Hund zum Menschen kam).

Viele der angesprochenen Themen sind hochaktuell (Dankbarkeit, Leben im Hier und Jetzt, kleine Natur-Oasen auch in der Stadt, Ruhe im Alltag finden, seine Sinne wieder wahrnehmen) und beschäftigen mich schon seit einigen Monaten. Gerade bin ich der Meinung, dieses Buch eignet sich nicht nur für Hundehalter!

„Wilde Pfade“ ist ein Buch für jeden Naturliebhaber, welches zum Nachdenken und Erkunden anregt. Einige der Tipps habe ich auch gleich umgesetzt und mich zum Beispiel auf die Suche nach einem Lieblingsplatz, einem Kraftort, gemacht und habe das „Waldbaden“ einmal ausprobiert. Übrigens eine aus Japan stammende naturbezogenen Praxis, die darauf ausgerichtet ist, durch Achtsamkeit Stress zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu stärken.

Unser Fazit zu „Wilde Pfade“

Das Buch ist ein gelungener Mix aus Achtsamkeit und Naturverbundenheit. Die spannenden Einblicke in die menschliche Geschichte und in verschiedene indigene Kulturen runden das Buch ab. Bei der Lektüre von „Wilde Pfade: Mit der Kraft der Natur zu einer neuen Mensch-Hund-Beziehung“* wurde ich immer wieder zum Hinterfragen angeregt und habe gelernt, wie ich mich wieder mit meiner verloren geglaubten Intuition verbinden kann.

Ich habe das Buch in den letzten Monaten gerne und regelmäßig Freunden – auch Nicht-Hundehaltern – weiterempfohlen, die ebenso begeistert waren. Man muss sich aber darauf einlassen können und offen sein für Neues! So schaffen wir es, mit diesem kleinen Leitfaden an der Hand, wieder mehr Wildnis in unser Leben zu bringen! Mein abschließendes Fazit: Absolut inspirierend!

Übrigens: Einen Einblick und weitere Informationen findest du im Clip zum Buch (facebook-Link).

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